Beim Bodenturnen ist die Wettkampffläche 12 x 12m groß und besteht aus einer leicht federnden Unterkonstruktion (gerne mal leicht gewölbte Holzbretter) mit darauf liegenden Deckläufern, zu deutsch: Teppich!
Während der Kür muss die gesamte Fläche beturnt werden, und zwar vor allem mit akrobatischen Elementen, also Überschlägen und Salti (beides vorwärts und rückwärts), von denen keines mehr als einmal wiederholt werden darf. Auch ein Gleich-gewichtselement (z.B. Standwaage) muss enthalten sein. Die Übung als Kombination aus akrobatischen Reihen, Ver-bindungsteilen und gymnastischen Elementen muss in einem harmonischen Wechsel aus schnellen und langsamen Passagen geturnt werden. Eine Bodenkür darf zwischen 50 und 70 Sekunden dauern.
Noch in den 1970er Jahren galt der Doppelsalto am Boden als Nonplusultra. 1987 leitete der Russe Valeri Ljukin mit dem ersten, im Wettkampf gelungenen Dreifachsalto rückwärts eine neue Ära ein. Heute werden Doppelsalti mit Drehungen selbst vom Nachwuchs beherrscht.
Bodenturnen gehört zu den klassischen – bei den meisten sehr "geliebten" – Inhalten des Schulsportunterrichts.
deutsche Olympiasieger:
1980 Roland Brückner (DDR)
deutsche Weltmeister:
1979 Roland Brückner (DDR)
So viel zur Theorie, jetzt zur Praxis. Um die Entwicklung im Laufe der Jahre besser dokumentieren zu können, habe ich Beispiele aus verschiedenen Jahren zusammengetragen:
Olga Korbut (1972):
Nadia Comaneci (1976):
Mary Lou Retton (1984):
Henrietta Onodi (1990):
Gina Gogean (1997):
Svetlana Khorkina (2004):