Der ursprünglich kubanische Cha-Cha-Cha in seiner weltweit verbreiteten westlichen Variantegehört zu den lateinamerikanischen Tänzen und ist Bestandteil des Welttanzprogramms. Der Tanz erfuhr sehr früh technische Anpassungen an die Rumba. 1962 wurde er offiziell zu den Turniertänzen hinzu genommen und wies bereits damals die Grundform der heutigen Turniervariante auf.
Der Cha-Cha-Cha wird im 4/4-Takt notiert, hat die Hauptbetoung auf dem ersten Taktschlag und wird gewöhnlich in einem moderaten Tempo von 30 bis 34 Takten pro Minute gespielt und getanzt. Cha-Cha-Cha-Musik ist heiter und unbeschwert. Der Tanz ist ein amüsanter und koketter Flirt zwischen den Tanzpartnern, die frechen, offenen und geschlossenen Figuren miteinander spielen. Er ist vorwitziger als die verträumt-erotische Rumba, aber weniger aufreizend als die überschäumende Samba und ist ein so genannter stationärer Tanz. Die ursprüngliche Form des Cha-Cha-Cha ist dem Mambo sehr ähnlich und heute nur noch beim Freitanz in der Salsa-Szene anzutreffen. Ähn-lichkeiten zur Rumba sind in Grundschritt und Basic-Figuren zu finden, die Hüftbewegung hat jedoch durch das höhere Tempo und den schnellen Wechselschritt einen anderen Charakter. Cha-Cha-Cha-Folgen zeigen häufig offene Figuren auf (= die Partner tanzen ohne Berührung). Ansonsten wird mehr in halboffener als in geschlossener Tanz-haltung getanzt. Da die Hüftbewegungen schnell sind, ist eine Kontrolle des Oberkörpers nötig, die aber nicht zur Versteifung führen darf. Die Arme unterstützen den Spannungsaufbau im Schultergürtel und dienen der Balance, sowie der optischen Vergrößerung der Figuren. Die Füße sind in den Check- und Lockstep-Schritten leicht nach außen gedreht, die Schritte werden stets auf dem Fußballen angesetzt und das Bein bei langen Schritten ganz durchgedrückt.
In der Praxis sieht das Ganze dann übrigens so aus: