Kaum ist man ansatzweise in der Lage seine eigene Person zu behaupten, da wird einem schon ein Nachkömmling vor die Nase gesetzt! Das wird wohl sein damals einjähriger Bruder gedacht haben, als er am 20. Januar 1967 mit einem kleinen Bruder namens Jens beglückt wurde. Und drei Jahre später kommt sogar noch ein weiterer kleiner Bruder dazu! Aus der Traum vom Einzelkind-Bonus! 

 

Bevor die Familie 1972 nach Oschatz zieht, wachsen die Brüder in Wermsdorf auf. Doch auch dort bleiben sie nur vier Jahre. Danach verschlägt es zumindest Jens nach Dresden, weil er in den dortigen Kreuzchor aufgenommen wird. Während seiner Schulzeit mag er Russisch am wenigsten, dafür liebt er Musik, Schulgarten, Nadelarbeiten und das Bockspringen im Sportunterricht. Ein weiteres Highlight seiner schulischen Karriere dürfte für ihn das vorletzte Jahr gewesen sein, weil er nämlich in eine gemischte (also Jungs UND Mädchen) Klasse kommt. 

 

Nachdem er 1983 in Chor und Schule seine Spuren hinterlassen hat, vertreibt er sich die Zeit zunächst damit, in diversen Tanz- und Funkbands zu spielen. Außerdem arbeitet er als Bearbeiter für Musikproduktionen bei Radio Leipzig (zu deutsch: er holt das Vinyl aus den Regalen). Nebenbei beginnt er auch mehrere Studien wie Gesang, Klavier, Sportlehrer oder Heimerzieher und hält sich mit verschiedenen Jobs wie Kellner oder Taxifahrer über Wasser. Dann endlich 1987, Jens spielt gerade als Kellerkind in einer Funkband, wird Sebastian auf ihn aufmerksam, weil er einen neuen Keyboarder für seine Band sucht, und stellt ihn auch als solchen ein. Erst später finden die Kollegen heraus, dass Jens beim Kreuzchor war und von daher eigentlich auch singen können müsste. 

 

Dem Lauf der Geschichte sei dank wird Jens 1988 nur für ein, statt der üblichen anderthalb Jahre zur NVA eingezogen, gesellt sich aber im Januar 1990 wieder zu den Herzbuben. Die benennen sich aufgrund von Namensstreitigkeiten in Commerzbuben um und treten kurzerhand in der Talentshow "Hut ab" auf, wo der Verleger George Glück, der in der Jury sitzt, auf die Band aufmerksam wird und den Kontakt zu Produzentin Annette Humpe herstellt. Diese unterstützt die Band, die sich 1991 in "die Prinzen" umtauft, bei ihrem kometenhaften Aufstieg.

 

 

Neben seinem Job als Prinz produziert Jens 2000 mit seinen Kollegen Tobias und Wolke die Mädchenband "Heyana". 2003 hilft er Wolke bei den Programmierungen für das Prinzen-Album "Monarchie in Gemany". Mit diesem Rüstzeug in der Tasche veröffentlicht Jens schließlich am 9. November 2007 sein erstes Soloalbum, das sich "Jes41  Da wo du bist" nennt.

 

Jens' Soloprojekte findest du hier.