
Am 5. Juni 1966 wird der Familie Krumbiegel aus Leipzig ein kleiner Junge geboren, den sie liebevoll Sebastian tauft. Dessen großer Bruder dürfte sich darüber so sehr gefreut haben, wie man sich eben als 3jähriges Kind über ein kleines Geschwisterchen freut.
Aber mit den Jahren wird man vernünftiger und im gleichen Maße lässt auch die Freude nach (ich spreche da aus Erfahrung). Ein Jahr nach Sebastians Geburt erfreuen sich die Krumbiegels noch mal an Nachwuchs. Diesmal ist es ein Mädchen. Die Familie wohnt in einer 4-Raum-Wohnung im Norden Leipzigs.
1972 wird Sebastian in die Leipziger Paul-Fröhlich-Schule eingeschult, um vier Jahre später in den Thomanerchor aufgenommen, und damit auch Schüler der Thomasschule zu werden. Den gleichen Lebenslauf hat auch der große Bruder drei Jahre zuvor hinter sich gebracht, der zu diesem Zeitpunkt mit Sebastians späterem Bandkollegen Tobias in einer Klasse ist.
Während ihrer Zeit als Thomaner kommen Sebastian und seine Klassenkameraden Stephan Schüler, Jan Karveh Alishahi und sein späterer Bandkollege Wolfgang auf die geniale Idee eine Schülerband zu gründen
, die sie Phoenix nennen. Kurz vor dem Schulabschluss gefällt den jungen Musikern der Name ihrer Band scheinbar nicht mehr und sie taufen sie in Rockpol um. Aber natürlich hat sich Sebastian in seiner Schulzeit nicht nur um Musik gekümmert, er hat auch etwas "Vernünftiges" gelernt. Als seine Lieblingsfächer benennt er Musik, Englisch und die Hofpause – den Sportunterricht mag er "hauptsächlich wegen der leicht bekleideten Mädchen nebenan". Mathematik ist dagegen nicht so sein Fall. Trotzdem schafft er 1985 sein Abitur. Seine offizielle Entlassung aus dem Chor erlebt er allerdings nicht mehr mit, weil er zwei Wochen vorher im thüringischen Gräfentonna rausgeschmissen wird.
Bis 1987 ist er nun bei der NVA in Weißenfels, danach beginnt er sein Studium für Gesang und Schlagzeug an der Musikhochschule Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig, das er 1991 mit einer 1 in Gesang und einer 3 fürs Schlagzeug abschließt.
Während dieser Zeit gründen sich die Herzbuben, in die auch 1987 Jens, zunächst als Keyboarder, später auch als Sänger, und 1989 Henri, als Ersatzmann für den in den Westen geflüchteten Dirk Schroth, einsteigen.
Im Jahr 1 nach dem Mauerfall tritt die Band, mittlerweile in Commerzbuben umbenannt, in der von Ingolf Lück moderierten Talentshow "Hut ab" auf, deren Jurymitglied George Glück den Kontakt zu Produzentin Annette Humpe herstellt. Im Winter 1990/91 wird die Band um ein weiteres Mitglied erweitert, als Sebastian sich noch den früheren Klassenkameraden seines Bruders, Tobias, zur Band holt. Wenig später wird diese in "die Prinzen" umgetauft.
Neben seiner Arbeit als Prinz spielt Sebastian seit 1995 zusammen mit Wolke, Tobias und Mathias in einer Hobbyformation namens "The Seven J.R's" und gründet 1998 mit Ali, Thomas Fabian und Helge Sasse den "Club Geheimrat", der 1998 den Titelsong und die Jingles für die "Lottoshow" beisteuert und am 18.1.1999 das Album "Kamma mache nix", sowie am 1.3.2004 "Geradeaus abgebogen" herausbringt. Außerdem engagiert sich Sebastian sehr für die Ronald Mc Donald Kinderhilfe.
Im April 2005 kommt dann der Film "Max & Moritz – Reloaded" in die Kinos, in dem er als schwuler Erzieher Axel brilliert. Ganz im Sinne der zwei Rotzlöffel legt er im Zuge der Veröffentlichung eines von ihm herausgegebenen Buches namens "Hoffnung säen" erstmals im November 2006 mit einer Lesetour nach.
Sebastians Soloprojekte findest du hier.
