Da der Slowfox sowohl technisch als auch musikalisch sehr anspruchsvoll ist, wurde er nicht ins Welttanzprogramm aufgenommen. Er wird durch fließende, raumgreifende, weiche Bewegungen charakterisiert und verkörpert von allen Standardtänzen am besten das englische Understatement. Es heißt, dass man beim Slowfox eine volle Tasse auf den Kopf der Dame stellen können muss, ohne dass ein Tropfen verschüttet wird. Charakteristisch ist die sehr ruhige und angespannte Haltung. Drehungen sind im Slowfox nur selten und sollen sparsam eingesetzt werden, da sie die fort-laufende Bewegung des Paares unterbrechen, und so ein wichtiges Charakteristikum des Tanzes verloren gehen würde.

Die 4/4-taktige Musik ist entwicklungstechnisch dem Jazz nahe. Heute wird sie mit etwa 27 bis 29 Takten pro Minute gespielt. Die Schritte werden vereinfacht in einer "slow-quick-quick"-Folge gesetzt. Wegen der technischen Heraus-forderung, trotz unterschiedlich schneller Schritte eine gleichmäßige Bewegung zu tanzen, gilt der Slowfox als König unter den Standardtänzen. Fortgeschrittene Tänzer weichen von der starren rhythmischen Vorgabe ab und verteilen die drei Schritte gleichmäßiger auf den Takt. Hierbei wird sowohl der erste als auch der letzte Schritt verzögert be-lastet, so dass eine gleichmäßige Bewegung von drei Schritten auf vier Schläge entsteht ("Drei über Vier"). Besonders anspruchsvoll sind Übergänge in Takte, in denen vier Schritte getanzt werden, z.B. Flechte, denn hier wird ein fließender Übergang verlangt. Im Gegensatz zum Langsamen Walzer oder Quickstep wird im Slowfox weniger aus dem Knie, sondern mehr aus den Füßen gehoben. Die Dame tanzt vermehrt Fersendrehungen, und bei Rückwärts-schritten wird die Ferse über den Boden abgezogen. Da dies ein Heben auch im Fuß unmöglich macht, muss die Hebung des sich vorwärts bewegenden Partners im Körper ausgeglichen werden.

In der Praxis sieht das Ganze dann übrigens so aus: