Der Wiener Walzer ist einer der Standardtänze, und mit 60 Takten pro Minute nach Takten der schnellste Tanz des Welttanzprogramms, in das er 1963 aufgenommen wurde. Weltweit gibt es zwei verschiedene Arten des Wiener Walzers, namentlich den Internationalen, der im modernen Turniergeschehen ausschlaggebend ist, und den Amerikanischen, der hautpsächlich in den USA verbreitet ist.

Der Wiener Walzer basiert auf dem 3/4-Takt, wobei ein Grundschritt sechs Schritte, also zwei volle Takte umfasst. Alternativ kann er auch auf einen 6/8-Takt getanzt werden, so dass der Grundschritt einen Takt umfasst. Auf Bällen und Turnieren wird traditionell auf klassische Musik getanzt. Die Technik des Wiener Walzers entsprang zunächst der Ballett-Technik, hat sich aber im Laufe der Zeit stark verändert und ist heute (wie alle Standardtänze) sehr anspruchs-voll. Die hohe Geschwindigkeit und ständige Drehbewegung machen den Wiener Walzer zu einem sehr anstrengen-den Tanz. Wie für nichtstationäre Tänze des Welttanzprogramms üblich, bewegt man sich beim Wiener Walzer ent-gegen dem Uhrzeigersinn um die Tanzfläche. Als offiziell zugelassene Turnierfiguren gelten die Rechtsdrehung (Natural Turn), die Linksdrehung (Reverse Turn) und der geschlossene Wechsel (Closed Change). Das Rechts- und das Linksfleckerl, sowie Contra Check, Linker Wischer (Left Whisk) und Pivot Turns sind zwar verbreitete Variationen, aber nur erlaubt, wenn keine Figurenbeschränkung gilt.

Der Amerikanische Stil beinhaltet darüber hinaus auch offene Figuren außerhalb der gewöhnlichen Tanzhaltung.

In der Praxis sieht das Ganze dann übrigens so aus: